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Qualitätsmanagement

Ein Muss im Gesundheitswesen?

Informieren Sie sich hier über unsere Beratungsleistungen.

Für die Entwicklung und Umsetzung eines systematischen Qualitätsmanagements ist insbesondere in der ambulanten und in der stationären Pflege die in den Versorgungsverträgen benannte Leitung zuständig und verpflichtet. Der noch wirksame § 80 SGB XI und  der § 113 SGB XI regeln die Qualitätsgrundsätze in der Pflege. Hinzu kommen zukünftig die im Bundesanzeiger veröffentlichten Pflegestandards, die für die Pflegeprozessgestaltung in einer Einrichtung richtungsweisend  und bindend sein sollen.

Die Festlegung von Qualitätsmaßstäben ist ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Das wird auch daran deutlich, dass auf Bundesebene mit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes im Juli 2009 die Schiedsstelle Qualitätssicherung für gescheiterte Einigungsversuche eingerichtet wurde. Besonders die Vergütungen sind ein zentraler Streitpunkt, da für die Einrichtungen die Ausgaben für die Entwicklung von Pflegestandards nicht unerheblich sind und keine besondere Vergütungsrelevanz haben. Doch spätestens seit 2009 werden die Pflegeeinrichtungen jährlich überprüft und  für die Kunden ein Qualitätsbericht veröffentlicht. Die Veröffentlichung im Internet und die Notenvergabe für Pflegeleistungen verschärfen den ohnehin schon harten Wettbewerb.

Die Anforderungen der Kostenträger stellen somit eine Prämisse dar, die von einem konkurrenzfähigen Unternehmen bedient und nicht diskutiert werden sollte.

Folgende Frage sollte daher für jedes Unternehmen im Mittelpunkt stehen: Mit welchem Aufwand (Mitteln) und in welchem Umfang möchte ich die Qualität in welchen Bereichen systematisch weiterentwickeln?

Welche Ziele verfolgt eine Organisation mit der Weiterentwicklung der Qualität?

Ein gut etabliertes System zeigt sich am meisten in der Art und Weise der Kommunikation mit den Kunden (Angehörigen, Pflegebedürftigen), den Angestellten und  Kooperationspartnern.

Die Akzeptanz auch von Dissens zeigt eine offene und konstruktive Streitkultur, die voraussetzt, dass die vereinbarten Ziele transparent und messbar sind. Auch die Leistungsangebote von Pflege, Medizin und Service zeigen, in welchem Umfang der Kunde im Mittelpunkt der Dienstleistung steht.

Ein erfolgreiches und systematisches Qualitätsmanagement ist ein Führungsinstrument, mit dem strategische Unternehmensziele verfolgt werden und eine Transparenz für Mitarbeiter und Kunden gewährleistet wird. Dies setzt  einerseits voraus, dass die Kundenbedarfe und Kundenwünsche bekannt sowie anderseits die Mitarbeiter befähigt und motiviert sind, diese zu erfüllen bzw. Interesse an einer permanenten Verbesserung von Leistungen zu haben. Sehr häufig geht es im Gesundheitswesen vor allem auch darum, Fehler zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund entscheidet die Methode, mit welchen Kernprozessen sich eine Einrichtung befassen sollte. Viele zertifizierte Einrichtungen bedienen Arbeitsprozesse, die nicht zwangsläufig den Kunden und den Mitarbeiter im Mittelpunkt stellen. Eine "Urkunde" allein ist für ein erfolgreiches Qualitätsmanagement nicht ausreichend.

Weniger ist Mehr!


Mit diesem Grundsatz hat das Qualitätsmanagement eine Chance, sich erfolgreich zu etablieren. Zu viele Verfahrensanweisungen führen dazu, dass sie von den Mitarbeitern nicht eingehalten werden können oder auch nicht ernst genommen werden. Die Kunst besteht darin, sich vor allem auf die Kernprozesse zu konzentrieren und diese entsprechend der Grundsätze der DIN EN ISO 9001 umzusetzen.

Eine einfache Sprache in den Handbüchern und nicht überfrachtete Regelungen geben den Mitarbeitern eine gute Unterstützung in ihrem Alltag. Regelmäßige Auswertungen und Überprüfungen zeigen ein prozesshaftes Verständnis von Qualität. Der Ausgangspunkt für ein Qualitätsmanagement und für die Entwicklung ist in jeder Einrichtung und Praxis unterschiedlich. Das erfordert individuelle Herangehensweisen und Lösungen.

Wettbewerb und Qualitätsmanagement

Einrichtungen mit einer systematischen Mitarbeiter- und Kundenorientierung sind mittel- und langfristig erfolgreicher. Wer identifiziert sich nicht gerne mit guter oder sogar hervorragender Qualität in einer angenehmen Atmosphäre?

Unsere Beratungsleistungen:

  • Unterstützung bei der Entscheidung hinsichtlich einer Qualitätsmanagement-Methode (Bewertung von Systemen)
  • Prozessbegleitung bei der Einführung bzw. Weiterentwicklung eines Qualitätsmanagementsystems
  • Bewertung, Analyse und Optimierung der bereits angewandten Verfahren
  • Vermittlung von Methodenkompetenz zum Qualitätsmanagement
  • Bewertung von Dokumenten und dem Aufbau von Handbüchern (u.a. "Entschlackung" von Handbüchern)
  • Hilfe beim Aufbau und der Struktur einer neuen Dokumentenverwaltung
  • Handbucherstellung
  • Vorbereitung auf Qualitätsprüfungen - mentale und fachliche Stärkung der Verantwortlichen
  • Externes Qualitätsmanagement
  • Durchführung von externen Audits
  • Durchführung von Mitarbeiterzufriedenheitsbefragungen (Hochschule Bochum)
  • Analyse und Verbesserung von Angeboten (pflegerische und medizinische Dienstleistung)
  • Risikoanalyse

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